Erfolgreicher interner Fachtag der Hans-Wendt Kinderhäuser
Wie gelingt Verständigung von Anfang an – unabhängig von Herkunft, Alter oder Sprachstand? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich im Februar rund 120–150 pädagogische Fachkräfte der Hans-Wendt gGmbH beim internen Fachtag „Gebärdenunterstützte Kommunikation (GuK)“, der von Birger Holz – Geschäftsführer von Gewaltfreie Kindheit 365 UG – inhaltlich gestaltet wurde.
Bereits der Auftakt machte deutlich, dass Lernen an diesem Tag anders gedacht wurde: 24 Kuscheltiere, sichtbar auf der Bühne arrangiert und ein offenes Ankommen schufen eine Atmosphäre von Neugier, Leichtigkeit und gemeinsamer Entdeckung. Nach der Begrüßung folgte ein spielerischer Einstieg, bei dem die Tiere nach und nach gebärdet wurden – ein lebendiger Beweis dafür, wie schnell Kommunikation auch ohne gesprochene Sprache gelingen kann.
Lernen mit Bewegung, Humor und Praxisbezug
In einem ausgewogenen Wechsel aus theoretischen Impulsen und praktischen Übungen erhielten die Teilnehmenden fundierte Einblicke in die Grundlagen der gebärdenunterstützten Kommunikation. Besonders die bewegungsreichen Einheiten zu den ersten 100 Gebärden sowie die anschließende Vertiefung mit weiteren 100 Gebärden stießen auf große Begeisterung. Mit Liedern, spielerischen Elementen und viel Humor wurde GuK nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht.
Nach der Mittagspause sorgten gezielte Übungsimpulse für neuen Schwung und zeigten anschaulich, wie GuK im Alltag von Krippe und Kita umgesetzt werden kann. In den Tisch-Workshops am Nachmittag hatten die Fachkräfte die Möglichkeit, an mehreren Stationen konkrete Anwendungssituationen zu erproben, Erfahrungen auszutauschen und Ideen für die eigene Praxis zu entwickeln. Ergänzt wurde das Programm durch „GuK plus“ mit vor- und schulrelevanten Gebärden sowie den Wochentagen und Monaten.
Hohe Motivation und klarer Transfer in den Kita-Alltag
Die durchweg hohe Motivation und aktive Beteiligung der Fachkräfte zeigte, wie groß das Interesse und der Bedarf an inklusiven Kommunikationsformen ist. In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich: GuK wird von den Teilnehmenden nicht als Zusatz, sondern als wertvolle Erweiterung pädagogischer Arbeit verstanden. Viele nahmen konkrete Vorhaben mit, um Gebärden künftig selbstverständlich in den Kita-Alltag zu integrieren – sei es zur Unterstützung von Krippenkindern, mehrsprachig aufwachsenden Kindern oder in Übergangssituationen.
Ein starkes Zeichen für Inklusion und Chancengleichheit
Der Fachtag machte eindrucksvoll sichtbar, wie gebärdenunterstützte Kommunikation dazu beiträgt, Sprachbarrieren abzubauen, Beziehungen zu stärken und allen Kindern von Anfang an Teilhabe zu ermöglichen. Damit leistet GuK einen wichtigen Beitrag zu Chancengleichheit, gelebter Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt – Werte, die fest im pädagogischen Selbstverständnis der Hans-Wendt-Kinderhäuser verankert sind.
Mit diesem Fachtag wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern ein gemeinsamer Weg eingeschlagen: hin zu mehr Verständigung, Respekt und inklusivem Lernen im Kita-Alltag.








