Tipps für Kids IV: Nachschub!

Weitere Ideen für Spiel, Spaß und Sport zuhause warten auf Euch! Diesmal haben sich unsere Fachkräfte aus der Frühförderung einiges einfallen lassen, um etwas Abwechslung in den derzeit sehr eingeschränkten Alltag zu bringen.

Gleichzeitig unterstützen die Anregungen noch die ein oder andere Fertig- und Geschicklichkeit – und es wird experimentiert!

Wir wünschen viel Spaß.

Malen & Basteln

Pustebilder
 

Farbenfroh gestaltete Bilder mit Pustetechnik, deren Anfertigung Kindern daheim Spaß macht!

Hierzu benötigst du:

  • Papier
  • Wasserfarben
  • ein Wassergefäß
  • Pinsel
  • Trinkhalme

Und so geht´s:

  • Legt ein Blatt Papier zurecht. Nehmt einen Trinkhalm und schneidet ihn in der Mitte durch, damit ihr einen kurzen Trinkhalm erhaltet.
  • Rührt die Wasserfarben mit einem Pinsel und viel Wasser an.
  • Gebt einen größeren Farbklecks mit dem Pinsel auf das Blatt Papier.
  • Nehmt den kurzen Trinkhalm und haltet ihn ganz nah an die Farbe auf dem Papier.
  • Pustet jetzt in den Trinkhalm und verteilt so die Farbe.
  • Bewegt den Trinkhalm so, wie Eure Farbe verlaufen soll.

Wichtig ist, dass Ihr mit dem Halm immer ganz nah an Farbe und Papier bleibt.

Dadurch entstehen sehr kunstvolle, farbintensive Gemälde. Für Kinder ist es sehr interessant, wie sich die Farbe verhält und was für spontane Farbspuren entstehen. Die so entstandenen Bilder könnt ihr später als dekorative Kunst aufhängen. Sie passen hervorragend zum farbenfrohen Frühling, bringen aber auch das ganze Jahr über viel Freude und Bewunderung. Viel Spaß mit der Pustetechnik und einen langen Atem!!!

(Quelle: Christin Rottenbach)

Dosen-Telefon

Ihr braucht:

  • zwei leere Dosen (Achtung! Scharfe Kanten mit Klebeband abkleben) oder leere Joghurtbecher
  • einen Hammer und einen Nagel (Bei Joghurtbechern nur den Nagel. Oder etwas anderes Spitzes.)
  • eine lange Schnur (Paketschnur, Drachenschnur, Nylonband)
  • zwei Streichhölzer
  • zwei Telefonierer

Was Ihr machen müsst:

Mit dem Nagel ein Loch in die Böden der Dosen/Becher schlagen/stechen. Genau in die Mitte. Die Schnur durch beide Löcher fädeln. In die Enden einen dicken Knoten machen, damit sie nicht durch die Löcher rutschen. Oder mit einem Streichholz sichern. Jeder Telefon-Partner nimmt eine Dose. Ihr geht so weit auseinander bis die Schnur ganz straff ist. Jetzt kann einer in die Dose sprechen. Der andere hält seine Dose an sein Ohr. So könnt Ihr telefonieren!


Spielen

Wäscheklammerspiel

Möglichst viele Wäscheklammern an den Klamotten des anderen klemmen, z.B. am Rücken, an den Ärmeln und Hosenbeinen. Dann, auf Kommando, sollen alle Klammern wieder von demjenigen abgezogen werden, an dem die Klammern hängen. Wer es am schnellsten schafft, gewinnt.

Bälle schnappen mit Becher

Das Kind sitzt auf dem Boden und hat 3-4 Plastikbecher vor sich stehen. Der Spielpartner sitzt in einiger Entfernung ihm gegenüber. Der Spielpartner  hat 3-4 kleine Bälle und rollt nun dem Kind einen Ball zu. Das Kind soll versuchen den Ball mit Hilfe eines Bechers einzufangen…gar nicht so einfach.

Den König zum Lachen bringen

Was Ihr braucht: einen Stuhl.

Und so geht’s:
Der jüngste Mitspieler fängt an und darf der erste „König“ sein. „König“ zu sein heißt, dass man auf dem Stuhl sitzen darf, der den „Thron“ darstellt. Der „König“ darf die anderen Spieler nun, einen nach dem anderen, mit einem hochnäsigem Befehl: „Unterhalte mich!“ dazu auffordern, ihn zum Lachen zu bringen. Dieser Spieler ist nun der „Narr“ und muss versuchen, den König zum Lachen zu bringen. Wenn der „König“ nicht lachen muss, kann er den „Narren“ nach einer Weile wegschicken, indem er mit der Hand wedelt und ruft: „Hinfort mit dir!“ Der „Narr“ muss dann für den nächsten Spieler Platz machen, den der König natürlich auch aussucht. Falls der „König“ aber doch lacht, ist er nicht länger der „König“, sondern wieder ein normaler Mitspieler. Er muss vom „Thron“ aufstehen und für den „Narren“, der ihn zum Lachen gebracht hat, Platz machen. Dieser ist dann der neue „König“.

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr eine Strichliste darüber führen, wer am häufigsten „König“ war und diesen Spieler dann zum „Kaiser“ krönen. Der „Kaiser“ darf sich dann von seinen Mitspielern etwas wünschen. Somit wird es etwas spannender, denn ihr wollt ja nicht z.B. ein fremdes Zimmer aufräumen müssen, oder?

Bewegen

Seilzug

Man braucht:

  • einen glatten Boden (Fliesen, Laminat; Teppich ist nicht geeignet),
  • ein Seil
  • ggf. ein Handtuch

Setzen Sie sich auf den Boden und halten Sie das Ende des Seils fest. Das Kind bekommt das andere Ende des Seils. Es soll sich bäuchlings auf den Boden legen (mit langer Kleidung, ggf. auf ein Handtuch) und mit den Händen am Seil entlang ziehen. Dazu erzählt man am besten eine Abenteuergeschichte, zum Beispiel von einem kleinen Feuerwehrmann, der sich bäuchlings über einen zugefrorenen See zieht, um ein Kuscheltier zu retten.

Minigolf mal anders

Aus einem leeren Pappkarton ein Tor ausschneiden, evtl. vom Kind anmalen lassen. Den Karton nun in einer Entfernung aufstellen und mit einem kleinen Ball und einem Handfeger, Besen oder ähnlichem versuchen, den Ball in das Pappkartontor zu schubsen.

Experimentieren

Schwimmt es oder schwimmt es nicht?

Materialien:

  • größerer Behälter mit Wasser, z.B. Schüssel, Eimer, Planschbecken
  • Handtuch zum Unterlegen
  • Gegenstände aus unterschiedlichem Material, z.B. Steine, Korken, Münzen, Holzstück, Plastiklöffel, Knete
  • Obst/Gemüse aus der Küche, z.B. Kartoffel, Apfel, Rosinen und Weintrauben

Sammeln Sie mit Ihren Kindern Gegenstände, von denen sie wissen wollen, ob diese schwimmen. Stellen Sie den Wasserbehälter auf einem Handtuch in die Mitte, so dass jede/r einen guten Blick darauf hat. Nun stellen die Kinder Vermutungen über das Schwimmverhalten ihrer Gegenstände auf und probieren direkt aus, ob die Gegenstände schwimmen oder untergehen. Dabei sollten alle die Möglichkeit haben, sich die verschiedenen Gegenstände in Ruhe anzuschauen. Wie unterscheiden sich die Schwimmer von den Nichtschwimmern? Führen Sie diese Aktivität ruhig mehrmals durch. Die Kinder werden immer neue Dinge untersuchen und so ein Gefühl für die Eigenschaften eines Schwimmers entwickeln.

Ergänzen Sie die Auswahl der Gegenstände nun durch weitere Dinge: Am besten suchen Sie dazu Gegenstände aus, die sich anders verhalten als die Kinder es erwarten. Vergleichen Sie z. B. das Schwimmverhalten von Obst und Gemüse.
Legen Sie dann noch ein paar Dinge zurecht, die jeweils nur aus einem einzigen Material bestehen, z. B. Holz, Steine, Korken, Münzen oder Schlüssel aus Metall. Achten Sie dabei darauf, dass diese Gegenstände keine Hohlräume besitzen und Luft darin einschließen. Was glauben die Kinder, passiert mit diesen Materialien im Wasser? Ändert sich das Schwimmverhalten, wenn man z. B. einen leichten und einen schweren Stein wählt?

Legen Sie nun eine Auswahl an Gegenständen zurecht, die deutliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben und zu denen es von jedem Typ mindestens fünf Stück gibt. Folgende Eigenschaftsgruppen bieten sich an: runde/kugelförmige Gegenstände, eckige, bootsförmige, schwere, leichte, große, kleine oder farbige Gegenstände.


Lassen Sie die Kinder jeweils einen Gegenstand wählen und vorhersagen, ob er schwimmt oder nicht. Wie begründen sie ihre Entscheidung? Welche Eigenschaften sind ihrer Meinung nach dafür verantwortlich? Nun wird getestet: Liegen die Kinder richtig oder gibt es Überraschungen? Es hilft den Kindern, wenn sie diesen Versuch mehrfach durchführen dürfen. Wiederholen Sie diese Anregung und erweitern Sie dabei auch die Auswahl der Gegenstände. Testen Sie auch, was passiert, wenn die Kinder die Knete anders verformen, bevor sie diese ins Wasser legen.

Weitere Infos zum Experiment und Erklärungen, warum etwas schwimmt oder untergeht findet Ihr hier.

(Quelle: www.haus-der-kleinen-forscher.de)