Umsonst und draußen - Sommerfest auf der Kinder- und Jugendfarm

Das Haus der Familie Borgfeld, die Kinder- und Jugendfarm Borgfeld und das Eulencafé der Hans-Wendt-Stiftung laden alle interessierten Kinder, Familien und Nachbar*innen zu ihrem ersten gemeinsamen Sommerfest ein.

Am Samstag, den 10.8. von 15-17:30 Uhr erwartet die kleinen und großen Besucher*innen ein buntes Rahmenprogramm mit Ponyreiten, Wasserspielen, Kinderschminken, einer Insekten-Aktion der Naturkindergruppen, einer Hüpfburg und vielem mehr…

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: es gibt Kaffee und Kuchen sowie leckeres vom Grill. Es wird darum gebeten, sich hierfür Teller und Becher mitzubringen.

Bei anhaltendem Dauerregen fällt das Fest leider aus. Wir bleiben aber natürlich optimistisch und hoffen auf strahlenden Sonnenschein :-)

Petra Scheller hat hierzu einen tollen Bericht in der Wümme zeitung geschrieben:

"Die Borgfelder Hans-Wendt-Stiftung lädt zum Nachbarschafts- und Sommerfest ein. Rund 250 Gäste erwarten die Veranstalter dazu an diesem Wochenende auf dem Gelände der Borgfelder Kinder- und Jugendfarm am Lehester Deich 17-19. Am Sonnabend, 10. August, in der Zeit von 15 bis 17.30 Uhr, gibt es ein buntes Mitmach-Programm für die Gäste.

Zwischen der Einrichtung „Haus der Familie“, dem Eulen-Café und dem weitläufigen Farmgelände bietet das Team der Hans-Wendt-Stiftung unter anderem kleine Forschungswerkstätten für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern an. Naturpädagogin Friederike Reinsch und ihr Kollege Lars Schubert haben gerade alle Hände voll mit den Vorbereitungen zu tun. Es sollen Schafe gefüttert werden, genauso wie Ziegen, Hühner und Pferde. Kinder und Jugendliche können dabei helfen. Reitlehrerin Marisa Claßen bietet auf dem Sommerfest Ponyreiten an. Um die große Scheune auf dem Farmgelände finden geführte Schnupperrunden statt. Claßen unterrichtet auch heilpädagogisches Reiten und steht für Fragen rund um die Anmeldemodalitäten zur Verfügung.

Daneben gibt es eine Hüpfburg, Kinderschminken und einen Insektenstand: Pädagoge Lars Schubert bringt eine Sammlung von Stabheuschrecken mit. „Ich möchte den Kindern Natur begreifbar machen“, sagt der Erzieher. „Die Tiere sind verblüffend“, unterstreicht der Insektenfan. Ihre Fähigkeit, sich als Pflanzen im Wind zu tarnen, sei faszinierend. Schubert bringt Becherlupen mit, damit Kinder und andere Interessierte auf Entdeckungsreise gehen können.

Die fünfjährige Mieke und die dreijährige Hanna helfen ihrer Mutter beim Füttern der Schafe. Naturpädagogin Reinsch und ihre Töchter haben dabei keine Berührungsängste. Schaf- und Ziegenzüchter Schubert lockt die Tiere an. Auch zum Sommerfest sollen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, den Tieren ganz nahe zu sein. „Wir wollen mit unseren Angeboten die Beziehung der Kinder zur Natur stärken“, macht Naturpädagogin Reinsch ihr Anliegen klar. „Dabei geht es immer um die Erfahrung, die sie dabei machen“, ergänzt Schubert. „Nur das, was Kinder kennen und lieben, ist für sie später auch schützenswert“, sagt der Pädagoge.

Ums Schützen geht es Reinsch und Schubert auch beim neuen Konzept der Kinder- und Jugendfarm. Schon seit ein paar Jahren halten sie dort besonders alte und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen. Darunter sogenannte Melchener Hühner, Fränkische Gänse, Ostfriesische Möwen und Leine-Schafe. „Diese Tiere sind robust und gesund, weil sie an unsere klimatischen Bedingungen angepasst sind“, erklärt Reinsch. Bei dem Projekt gehe es um die aktive Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen. „Viele Menschen wissen, dass Wildpflanzen und Wildtiere aussterben“, erklärt Reinsch. Aber nur wenigen sei bekannt, dass Ähnliches auch in der Landwirtschaft mit Nutztieren passiere. „Nur noch aus wenigen Hochleistungssorten bestehen heute unsere Nahrungsmittel“, so die Pädagogin. Alle zwei Wochen stirbt eine Nutztierrasse aus, heißt es dazu in einem Informationsblatt der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen. Reinsch und Schubert informieren sich gerade über die Zertifizierung der Kinder- und Jugendfarm zu einem sogenannten Arche-Hof. In Deutschland stehen 100 Rassen auf einer Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen, sagt Reinsch. Die Farm wolle zukünftig einen Beitrag leisten, damit diese Tiere wieder ein Zuhause hätten. Auf dem Sommerfest wollen die Pädagogen auch über das neue Konzept des Arche-Hofes berichten.

Für Stärkung ist ebenfalls gesorgt: Es gibt Kaffee und Kuchen sowie Leckeres vom Grill. Die Veranstalter bitten darum, sich hierfür Teller und Becher mitzubringen. Bei anhaltendem Dauerregen fällt das Fest aus." ( Quelle: Wümme Zeitung, 08.08.19, Petra Scheller)