Wohn- und Betreuungseinrichtung Walle

Sozialtherapeutische Wohn- und Betreuungseinrichtung für psychisch auffällige Jugendliche und junge Volljährige

Wieder ins Leben starten

Wir unterstützen Jugendliche und junge Volljährige zwischen 14 und 21 Jahren während oder nach einer schweren psychischen Krise, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Wir bieten eine betreute Wohnmöglichkeit an, insbesondere nach Krisen bzw. einem Klinikaufenthalt.

Es ist ein Angebot für junge Menschen, die in Gruppenwohnformen aufgrund ihrer besonderen Problematik nicht integriert werden können und andererseits mit der geringen Betreuungsdichte im betreuten Einzelwohnen überfordert sind.

Du bist selbst auf der Suche nach Unterstützung und Hilfe? Weitere Informationen gibt's hier.

Unsere Motivation

 Unser Ziel ist es, die BewohnerInnen in unserer Einrichtung so zu stabilisieren, dass sie nach einer zwei- bis dreijährigen intensiven Betreuung in anderen Wohnformen leben können.

Unsere Zielgruppe

Unser Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige, die

  • zwischen 14 und 21 Jahre alt sind
  • psychisch auffällig oder psychiatrisch erkrankt sind (häufig mit Psychiatrieerfahrungen) oder die starke Verhaltensauffälligkeiten aufweisen
  • keine stationäre psychiatrische Versorgung (mehr) benötigen
  • massive Beziehungsstörungen haben und derzeit nicht in Gruppen integrierbar sind
  • (sozial) entwicklungsverzögert oder emotional instabil sind
  • eine höhere Betreuungsdichte brauchen, als dies im Einzelwohnen möglich ist
  • intensive Hilfe bei der Alltagsstrukturierung und -bewältigung brauchen
  • fähig sind, mit Unterstützung schulische und berufliche Perspektiven zu entwickeln
  • die in der Regel nach 2-3jähriger intensiver sozialpädagogischer und psychologischer Unterstützung zu einer selbständigen Lebensführung fähig sind bzw. in Einrichtungen mit geringerer Betreuungsdichte wechseln können oder für die eine Rückführung in den Familienverband möglich ist.

Nicht aufgenommen werden junge Menschen

  • die zu einem Verzicht auf Drogengebrauch nicht bereit sind
  • mit einer geistigen Behinderung, die eine durchgehende Betreuung benötigen oder die absehbar nicht zur selbständigen Lebensführung befähigt sind.

Das Betreuungsangebot

In zeitlich als auch inhaltlich abgestuften Betreuungsphasen (Aufnahmeverfahren, Diagnostische Phase, Hauptbetreuungsphase und Verselbständigungsphase) werden die jungen Menschen von uns sozialpädagogisch-therapeutisch in ihrem Alltag begleitet.

Mit jeder BewohnerIn wird gemeinsam mit dem Team ein auf die speziellen Ressourcen und Ziele des Einzelnen zugeschnittener Förderplan erarbeitet, an dem sich das pädagogische Betreuungsangebot ausrichtet.

Wir entwickeln ihn während der gesamten Aufenthaltsdauer fort. Nach dem Grundsatz "so wenig Institution wie möglich, so viel individuelle Unterstützung wie notwendig", ist die Betreuung sozialpädagogisch und handlungsorientiert ausgerichtet. Es wird ein haltgebender Rahmen mit klaren Absprachen und Konsequenzen geboten. Gemäß dem Leitbild der Hans-Wendt-Stiftung ist die Haltung der BetreuerInnen respektvoll, wertschätzend und ermutigend, das praktische Handeln vollzieht sich in kleinen, kontinuierlich aufeinander aufbauenden Schritten.

Wir orientieren uns an systemischen und lerntheoretischen Grundlagen mit dem Ziel, eigenverantwortliches Handeln zu initiieren und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten in ihrer Entwicklung zu unterstützen.

Wir arbeiten mit Menschen unabhängig von kultureller Herkunft, Hautfarbe oder religiöser Überzeugung und nach regelmäßig evaluierten Standards im Rahmen eines Qualitätsmanagementsystems.

Je nach persönlichem Bedarf (entsprechend dem Förderplan) erhält der junge Mensch von uns Unterstützung und Förderung in verschiedenen Bereichen: Alltag, Schule/Beruf, Freizeit, Gesundheit und psychosoziale Entwicklung.
Sie umfasst:

  • das Einüben von Selbstverantwortung und Selbstversorgung
  • die Bewältigung der Alltagsstrukturierung im häuslichen Bereich, im Bereich Schule und Arbeit, bei der Freizeitgestaltung und sportlichen Aktivitäten und die Gestaltung von Beziehungen
  • die Identitätsfindung
  • die Bewältigung spezifischer psychischer und sozialer Beeinträchtigungen sowie fehlangepasster Verhaltensmuster und das Einüben angemessenen Verhaltens
  • die Entwicklung von Perspektiven
  • die Integration in bestehende soziale Systeme (Schule, Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsmaßnahmen, Freizeitgruppen)
  • die Beziehung zur Herkunftsfamilie
  • die Vermittlung/ Unterstützung der medizinischen, psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung
  • die Begleitung in die eigene Wohnung bzw. in eine andere Form von betreuter Maßnahme

Rundum gut betreut: unsere sozialtherapeutische Wohn- und Betreuungseinrichtung

Wir helfen dabei, den Alltag zu managen: hauswirtschaftliche Dinge erledigen, das Zimmer einrichten, zu den Ämtern, zur Schule und den Arbeitgebern gehen. Ebenso bieten wir Begleitung bei anstehenden Arztbesuchen an.

Wir arbeiten in einem multiprofessionellen Team und leisten pädagogische und psychologische Hilfe, ausgerichtet auf die individuelle Situation. Unsere Betreuung ist lerntheoretisch und systemisch orientiert und liegt einer individuellen Diagnostik zu Grunde.

Der Alltag wird häufig durch Krisensituationen bestimmt, wie zum Beispiel durch suizidale oder aggressive Verhaltensmuster. Aufgrund unserer Fachkompetenz ist es uns möglich, darauf flexibel und individuell zu reagieren. Grundsätzlich legen wir unser Hauptaugenmerk darauf, eine Krise frühzeitig zu erkennen und ihr professionell begegnen. Wir arbeiten in diesem Bereich präventiv und deeskalierend.

Wir bieten den Betroffenen eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung an und sind auch bis in die Abendstunden und am Wochenende im Dienst; nachts ist eine Nachtbereitschaft im Haus. Für kurze Zeiten ohne Personal ist eine telefonische Erreichbarkeit gegeben (Rufbereitschaft). Je nach Erfordernis wird so die Intensität der Betreuung angepasst.

Gesetzliche Grundlagen

Unsere Arbeit basiert auf den §§ 27, 34, 35a und 41 des SGB VIII.

Adresse

Wohn- und Betreuungseinrichtung für psychisch auffällige Jugendliche und junge Erwachsene Walle
Utbremer Straße 104
28217 Bremen

Telefon: (0421) 38 03 870/71
Telefax: (0421) 38 03 872
jwutbremen@hwst.de

Adresse auf der Karte anzeigen

Bürozeiten

Täglich 9:00 - 12:00 Uhr 

Das Team

Wir sind sieben Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, eine Psychologin und eine Hauswirtschafterin.

Geschäftsleitung und Verwaltung

Am Lehester Deich 17-21
28357 Bremen
Telefon: (0421) 243360
Telefax: (0421) 2433630
E-Mail: 

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- Jahresberichte 2006  2007 2008 2009  2010
Konzeption

Artikel in Spielräume: "Arbeitserfahrungen mit jungen Menschen in der Jugendhilfe"

Hohenthal/Rießinger "Trauma-Folgestörungen und die Symptomatik der Borderline-Persönlichkeiten (BPS)"

Vortrag von Margrit Hohenthal "Wege aus dem Alptraum" gehalten auf dem Fachtag 23.03.2011

Abschlussarbeit von Simone Rießinger "Traumapädagogik und Sekundäre Traumatisierung" 10-2011